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Peking 2008 – One World, One Dream

Unter dem Motto „One World, One Dream“ finden die Olympischen Spiele nach chinesischer Zeitrechnung im Jahr der Ratte statt. Um 20:08 Uhr werden die Spiele in Peking am 08. August 2008 eröffnet und bis 24.08.2008 ausgetragen.

Teilnehmende Nationen:
202 Nationen nahmen bei den Olympischen Sommerspielen 2004 teil. In Peking wird diese Zahl wohl übertroffen werden, da das IOC die Nationalen Olympischen Komitees der Marshall-Inseln und von Tuvalu anerkannt hat. Daneben werden Serbien und Montenegro nach dem Unabhängigkeitsreferendum vom 21. Mai 2006 getrennt starten. Südkorea und Nordkorea verhandeln hingegen über ein gemeinsames Team für die Olympischen Sommerspiele 2008, nachdem sie schon mehrmals bei Eröffnungsfeiern gemeinsam einmarschiert sind.  

China
Land und Leute


Organisation

Zwei Nationale Olympische Komitees sind an der Ausrichtung der Spiele beteiligt (bisher gab es das nur bei den Sommerspielen 1956 in Melbourne).

Fackellauf
Die Fackel wurde von einem Team des größten Personal-Computer-Herstellers der Volksrepublik China (26 % Marktanteil) Lenovo entworfen. Einer chinesischen Schriftrolle nachempfunden, trägt sie das so genannte Zeichen „Glückliche Wolke“. Die Darstellung nimmt Bezug auf die grundlegenden Elemente des Universums: Metall, Holz, Wasser, Feuer und Erde.  
Daten:
24. März 2008 Entzündung der Fackel in Olympia (Griechenland)
1. April – 3. Mai 2008 Fackellauf durch 19 Städte in 19 Ländern – Sonderveranstaltungszonen in Honkong und Macao.
4. Mai – 8. August 2008 Fackellauf innerhalb d. chinesischen Festlandes u.a. ist ein Fackellauf auf dem Mount Everest geplant.

Austragungsorte sind neben Peking:
Hongkong, Qingdao, Shanghai, Shenyang, Qinhuangdao und Tianji.
Der Bau der Stadien und die sportliche Infrastruktur sind nach einer gigantischen Kraftanstrengung fast fertig, die Kommunikations- und Verkehrssysteme in der Erprobung.

Olympiastadion in Peking 2008
Olympiastadion auch "Vogelnest" genannt, Peking 2008

Tickets
Insgesamt stellen die Veranstalter 7 Millionen Karten bereit. 75 Prozent der Karten sind allerdings ausschließlich für den chinesischen Markt bestimmt. 40 Prozent davon werden in China verkauft. Um möglichst vielen Chinesen einen Besuch zu ermöglichen, kosten 58 Prozent der Eintrittskarten umgerechnet etwa 9,50 Euro. Studententickets gibt es bereits für weniger als einen Euro. In Deutschland übernimmt das Reisebüro Dertour den Vorverkauf von rund 22.000 Tickets, hier kosten die Eintrittskarten der Eröffnungsfeier zwischen 203,00 und 587,00 Euro.

Chinesische Experten tüfteln aus, wie sie die 7 Millionen Eintrittskarten - vor allem für die Eröffnung und die Schlussveranstaltungen - überprüfbar und fälschungssicher machen können. Zur Eröffnung der Spiele werden bis zu 80 Staats- und Regierungschefs erwartet.

Wettkampf
28 Sportarten werden in 302 Wettbewerbe ausgetragen, davon sind 165 Männer-, 127 Frauen- und 10 gemischte Wettkämpfe. 2008 gibt es eine neue Radsportdisziplin – BMX. Neben Frauen und Männer BMX-Racing wurden folgende Wettbewerbe neu eingeführt: 3000 Meter Hindernislauf der Damen, Frauen Florett und Säbel Mannschaft, Männer und Frauen 10 km Schwimmen und statt Doppel Tischtennis Mannschafts-Wettbewerbe.
Athleten: 10 500
Medienvertreter: 20 000
Besucher: 550 000 Besucher aus dem Ausland und 2 Millionen Chinesen aus dem Inland werden erwartet.

Medaillen
Die Medaillen wurden aus einer Kombination von Edelmetall und Jade gestaltet. Der Jadestein steht in China traditionell für reine Schönheit, Respekt, Liebe und gegenseitige Hilfe.  Für die Olympischen Spiele und die Paralympics 2008 werden wohl jeweils 1.000 Gold-, Silber- und Bronzemedaillen erforderlich sein. Zusätzlich sollen auf Anfragen des Internationalen Olympischen Komitees sowie des Internationalen Paralympischen Komitees mehr als 50.000 Gedenkmedaillen produziert werden.

 

Maskottchen

Maskottchen
Die fünf Maskottchen Beibei, Jingjing, Huanhuan, Yingying und Nini der Olympischen Spiele in Peking 2008 repräsentieren verschiedene Sportarten (Wassersport, Kampfsport, Kraftsport, Ballsport, Turnen, Leichathletik) sowie die fünf Elemente des Daoismus Wasser, Holz, Feuer, Erde und Metall.

Paralympics
Die XIII. Sommer-Paralympics werden vom 06. - 17. September 2008 in Peking/China stattfinden. Mehr als 4.000 AthletInnen werden sich in 19 Sportarten messen.


Sicherheit
16 Tage lang wird Peking von der "olympischen Familie" heimgesucht. Der Einsatz von 600 000 Blockwarte und Frauen der Nachbarschafts- und Straßenkomitees ist vorgesehen. 290 000 von ihnen sollen regelmäßige Streifendienste übernehmen. Den Schutz der Spiele übernehmen 80 000 speziell ausgebildete Beamte. Zu Hilfsdiensten müssen die Sicherheitsfirmen ihre 150 000 Angestellten abstellen, verriet die "Volkszeitung". Selbst Armeetruppen halten sich bereit. "Unsere Aufgabe ist es, die Stadien von Tianjin zu schützen", sagte der Kommandeur der 196. Infanteriedivision, die 30 Kilometer vor Pekings großer Nachbarstadt stationiert ist. Auch stellt die Hauptstadt erstmals eine Polizei-Hubschrauberflotte mit 30 Helikoptern in Dienst.

Peking wird die erste Stadt, die das 2007 verabschiedete nationale Notstandsgesetz für unerwartete Krisen lokal auch von seinen Bezirks- und Stadtteilen anwenden lassen darf. Sie sollen rechtzeitig Gegenmaßnahmen bei einem plötzlichen Versorgungs-, Umwelt- oder politischen Notstand treffen können. Der Sozialwissenschaftler Li Peilin untersuchte die Olympia-Risikorelevanz für zehn Bereiche von der Verkehrs-, Klima-, Daten- oder Lebensmittelsicherheit bis hin zu den Gefahren durch den internationalen Terrorismus. Zum ersten Mal wird die Risikorelevanz so detailliert in der Öffentlichkleit thematisiert.

Pekings Behörden, die bis Ende Januar bereits 52 Sicherheitspläne und 546 Eventualszenarien aller Art durchspielten, arbeiten mit Interpol und FBI zusammen. FBI-Chef Robert Mueller sagte Ende Januar in Peking die Hilfe seiner Behörde gegen grenzüberschreitende Kriminalität und Terrorismus zu "ungeachtet aller Unterschiede" zwischen ihren Diensten. Interpol-Generalsekretär Ronald K. Noble bot an, Chinas Polizeistellen mit seinen 186 Mitgliedsstaaten vernetzen zu lassen. Interpol würde Peking zudem die Daten von 15,7 Millionen gestohlenen, verlorenen oder gefälschten Pässen online zur Verfügung stellen.


chinesische Kinder

Gemischtes
  • Peking setzte sich gegen die Mitbewerber Paris, Toronto, Osaka und Istanbul durch.
  • Die Eröffnungsfeier ist am 08.08.2008 und beginnt um 8:08 Uhr Abends. Die Zahl 8 gilt in China als Glückszahl.
  • Wukesong Stadion: die Außenwände sind LCD Bildschirme.
  • Sportkanal CCTV 5 wird in "Olympia-Channel" umbenannt.
  • Tickets gelten auch als Fahrausweis im ÖPNV. Eine eigene Buslinie wurde für die Olympischen Spiele eingeführt.
  • Während der Spiele gilt Fahrverbot für 1 Million Autos und Kraftwerke werden abgeschaltet.
  • Freier Zugang und Berichterstattung für Journalisten vom 1.1.2007 bis 17.10.2008 ist möglich wenn eine frühzeitige Visabeantragung über das NOK mit Namensnennung gemacht wurde.
  • Kommunikation: Jeder Taxifahrer in Peking muss einen staatlichen Englischkurs belegen.
  • Es gilt wärend der Olympischen Spiele, also für 16 Tage, eine völlige Pressefreiheit. Neun spezielle Zeitungskioske dürfen dann den „Playboy“ verkaufen und werden dafür von den Regeln der strengen Zensur befreit.
  • Peking wird bei den Olympischen Spielen zur rauchfreien Zone. Die Stadt-Verwaltung will Rauchen in öffentlichen Einrichtungen wie Bahnhöfen, Restaurants, Schulen und Krankenhäusern verbieten. Rund 350 Mio. Chinesen, also ein Viertel der Gesamt-Bevölkerung, rauchen.
  • Ökologische Aktionen: chinesische Künstlervereine riefen zu Spenden auf. Kunstweke wurden für umweltfreundliche Wohltätigkeitsveranstaltung zur Verfügung gestellt. Kunstorganisationen haben speziellen Künstlerwald gepflanzt.
  • Umweltschutz: Aufforstungsmaßnahmen, umweltfreundliche Entsorgung des Hausmülls, Erhöhung des Wasseranteils der durch Kläranlagen entsorgt wird.
 
  • Es wird befürchtet, die chinesische Regierung könne die Olympischen Spiele zu einer Propagandaveranstaltung nutzen und so ihr Regime stärken und die Menschenrechtssituation verschlimmern.
  • Im Jahre 2004 wurden in China lt. Amnesty International mindestens 3400 Menschen hingerichtet - die Dunkelziffer dürfte um einiges höher liegen. Millionen befinden sich in Arbeitslagern und Gefängnissen. Im besetzten Tibet ist die staatliche Gewalt allgegenwärtig.
  • Hindernisse werden weggeräumt. Auch ganze Stadtviertel. Etwa eineinhalb Millionen Menschen werden bis zum August 2008 umgesiedelt, viele gegen ihren Willen. Dies schätzt das Zentrum für Wohnrechte und Vertreibungen (COHRE) in Genf.
  • In China werden heute Hunderttausende von Personen in «Umerziehungslagern» festgehalten. PolizistInnen können diese bis zu drei Jahre dauernde Strafe ohne Anklage oder Prozess anordnen, dies öffnet der Willkür Tür und Tor.
  • China verhängt für 68 Verbrechen die Todesstrafe. Kaum einem oder einer der zum Tode Verurteilten wurde das Recht auf einen fairen Prozess gewährt. Gemäß Recherchen von AI wurden 2006 mindestens 1010 Personen hingerichtet, die Dunkelziffer wird jedoch von verschiedenen glaubwürdigen Quellen auf 7500 bis 8000 geschätzt.
  • Hunderte von Internetseiten – darunter auch diejenige von Amnesty International – sind in China gesperrt. Wer sich gegen die Zensur wehrt, wird hart bestraft.
  • Bei der Veragbe 2001 hat China zugesichert, die Menschenrechtslage entscheidend zu verbessern.
  • In über 3000 Sportschulen in China wird der Nachwuchs für den Hochleistungssport herangezogen - mit Trainingsmethoden, die außerhalb Chinas oft auf Ablehnung stoßen.

 

Protest der Tibetaner genen Olympische Spiele in Peking 2008
 
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